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Stadtrallye – interaktive Stadtspiele

Kategorie:              Landeskunde und Kultur

Kleingruppe (unter 5 TN): ja
Kinder (unter 6 Jahren): nein
Dauer: mind. 60 Minuten
TN-Anzahl: unbegrenzt
Aufstellung: in der Stadt verteilt

Material:            siehe bei den einzelnen Varianten


Voranmerkungen zum Ablauf:
Stadtspiele werden idealerweise während der ersten Tage einer Begegnung realisiert. Mittels der Spiele können die Teilnehmer den unbekannten Aufenthaltsort auf kreative Art und Weise entdecken. Die Informationen zum Spiel in der Version für die Teilnehmer (s. Anlage) sind so formuliert, dass man es an jedem beliebigen Ort durchführen kann.
Falls die Begegnung in einer bekannten Umgebung stattfindet (z. B. ein Teil der Gruppe kommt aus dem Ort), können die Aufgaben verändert werden. Am besten so, dass sie auch für die Einheimischen spannend und nicht leicht zu lösen sind.
Des Weiteren basieren diese Spiele auf der Kooperation unter den Teilnehmern, der gegenseitigen Unterstützung, dem gemeinsamen Treffen von Entscheidungen und der selbstständigen Aufgabenteilung. Spannend ist auch, dass sie selbst entscheiden können, wo genau in der Stadt sie ihre Aufgaben lösen wollen. Auf diese Weise kann man die Besichtigung interessanter Orte mit Interaktionen der Teilnehmer untereinander verbinden. Die Spiele schaffen zudem die Möglichkeit, Kontakte zu Spielern außerhalb der Gruppe zu knüpfen.
Wichtig sind die Auswertung des Spiels und der Erfahrungsaustausch in der ganzen Gruppe.

Varianten: 
•    Variante 1: „Die Stadt X aus eurer Perspektive“
Material: je Kleingruppe eine Kopie der Anlage 1, Papier, Stifte, Bleistifte, evtl. Buntstifte 

Ablauf:

Die Kleingruppe soll ohne Stadtplan vier Objekte in der Stadt finden. Diese Aufgabe ist zu bewältigen, indem man mit Passanten in Kontakt tritt und Informationen austauscht. Nach jedem Auffinden eines Ortes zeichnet die Kleingruppe ein Bild davon und notiert interessante Informationen über das Objekt. Die Mitglieder der Kleingruppe entscheiden eigenständig, in welcher Reihenfolge sie die Objekte suchen wollen und wer welche Aufgabe im Laufe des Spiels übernimmt. Die Auswertung der Ergebnisse findet in der ganzen Gruppe statt.

Anmerkung:
Die Aufgaben erfordern unterschiedliche Sprachniveaus unter den Teilnehmern: Vom Gespräch mit Passanten bis zum Beschriften der Elemente auf dem Bild in beiden Sprachen.
 
•    Variante 2: „Der Tausch“
Material: je Kleingruppe ein Startgegenstand, Kopie der Anlage 2, Stifte

Ablauf:
Die Aufgabe der Gruppe ist der fünffache Eintausch des Startgegenstandes gegen einen anderen Gegenstand mit unbekannten Menschen auf der Straße. Der Startgegenstand sollte wertlos und unattraktiv sein (Wäscheklammer, Gummihandschuh, Topfreiniger, Taschentücher). Die Teilnehmer entscheiden selbst, mit wem sie ihren Gegenstand tauschen und in welchem Teil der Stadt sie die Aufgabe umsetzen wollen. Die Auswertung findet in der ganzen Gruppe statt.

Anmerkung:
Mit diesem Spiel sind häufig große Emotionen verbunden. Es ist gerade unter Jugendlichen sehr beliebt.

•    Variante 3: „ Die Stadt mit vier Sinnen entdecken“
Material: je Kleingruppe eine Kopie der Anlage 3, Papier, Stifte, Material für die Präsentation (Klebstoff, große Papierblätter, Schere, Wasserfarben, Buntstifte, …)

Ablauf:
Die Teilnehmer sollen die Stadt mithilfe der vier Sinne: Sehen, Hören, Schmecken und Riechen entdecken. Die Präsentation findet in der großen Gruppe statt. Oftmals entstehen bei diesem Spiel prachtvolle Collagen.

Anmerkung:
Falls möglich, kann man die Arbeit mithilfe einer Digitalkamera (Sehsinn) oder eines  Diktiergerätes (Hörsinn) dokumentieren.

Variante 4: „Kühlschränke vor Ort erkunden“
Material: je Kleingruppe eine Digitalkamera; Möglichkeit, Digitalbilder zu präsentieren (Lap-top (+ evtl. Beamer))

Ablauf:
Jede gemischtsprachige Kleingruppe erhält die Aufgabe, einen Kühlschrank von Ortsansässigen von Außen und von Innen zu fotografieren, d.h. dass die Teilnehmer fremde Leute auf der Straße ansprechen bzw. an Haustüren klingeln müssen, um die Erlaubnis zum Fotografieren zu erhalten. Auf diese Weise machen sich die Teilnehmer mit den Leuten und der (Ess-)Kultur vor Ort bekannt und erhalten Einblick in die Lebensweise. Es können sich nette Gespräche mit den Einheimischen entwickeln. In jeder Kleingruppe sollten allerdings auf keinen Fall mehr als drei Personen sein, da es sonst sehr schwer werden kann, jemanden zu finden, der die Gruppe in seine Wohnung lässt.
Im Anschluss präsentiert jede Kleingruppe ihre Bilder und erzählt, wie sie zu ihnen gekommen ist.

Anmerkung:
Da es oft große Überwindung verlangt, fremde Leute um die Erlaubnis zu bitten, ihren Kühlschrank fotografieren zu dürfen, sollte diese Art der Stadtrallye nur mit einer geeigneten Gruppe durchgeführt werden. Erreichen die jeweiligen Kleingruppen ihr Ziel, ist die Euphorie im Anschluss sehr groß.


Spielanleitung als Download